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Emilio Stecher AG Werkstrasse 15 CH-6037 Root Tel. +41 41 450 00 50 Fax +41 41 450 00 51
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"Naturstein ist für mich etwas Lebendiges, Einzigartes, so wie jeder von uns Menschen auch."
| Interview mit EMILIO STECHER
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Wenn Sie jemanden treffen, der wenig bis gar nichts über Naturstein weiss – wie erklären Sie ihm das Material?
Emilio Stecher: Ich vergleiche Stein gerne mit Holz: Auch Stein ist natürlich gewachsen, nur viel langsamer, nämlich während Millionen und Abermillionen von Jahren. Naturstein ist für mich etwas Lebendiges, Einzigartiges, so wie jeder von uns Menschen auch. Ein besonderer Einschluss im Gestein, der vielleicht aussieht wie ein Tiefdruckgebiet auf der Wetterkarte oder wie der weltberühmte Leberfleck im Gesicht von Cindy Crawford – das macht den einmaligen Charakter jedes Natursteines aus. Kein Stein ist wie der andere.
Und jeder hat seine besonderen Eigenschaften …
Genau. Auch das versuche ich den Kunden zu vermitteln. Die Unterschiede sind enorm, etwa zwischen den magmatisch im Erdinnern entstandenen Ergussgesteinen wie Granit, den Ablagerungsgesteinen wie etwa Sandstein und Kalkstein und schliesslich den Umwandlungsgesteinen wie Marmor, die zunächst ja auch Ablagerungsgesteine waren, dann aber erneut ins Erdinnere abtauchten und dort komprimiert und schliesslich wieder zu neuem Naturstein «gebacken» wurden. Die Kunden sind meist sofort fasziniert, und wenn ich ihnen dann noch erzähle, dass die jüngsten Gesteine nur gerade zwischen 10 000 und 60 000 Jahre alt sind, die ältesten aber schon rund 1,3 Milliarden Jahre – dann sind sie es erst recht. Die Zeitdimensionen für die Entstehung von Natursteinen sind für uns Menschen ja kaum fassbar.
Welche Steine sind zurzeit besonders beliebt?
Von den einheimischen Materialien beispielsweise Tessiner und Bündner Gneise wie Onsernone, Cresciano, Iragna, Calanca, Andeer und vor allem Valser. Auch der Tessiner Cristallina-Marmor aus Peccia und unsere einheimischen, grauen Sandsteine erfreuen sich zunehmender Wertschätzung. Nebst grauen und grünlichen Farbtönen wie bei den genannten Steinen ist aber auch Beige stark gefragt. Travertin, ob geschliffen oder poliert und neu meist offenporig statt gespachtelt, hat viele Freunde. Wir selbst bieten mit dem beigen Visso Montenegro ein sehr attraktives Material an, das sowohl im Innen- wie im Aussenbereich in allen Bearbeitungen eingesetzt werden kann. Bei den Oberflächenbearbeitungen ist neben poliert und geschliffen vermehrt auch sandgestrahlt und gebürstet gefragt, aber auch antike Bearbeitungen wie getrommelt und geledert sind heute «in».
Dominierten früher bei Fassaden grosse quadratische Steinplatten, so sieht man heute vermehrt ausgesprochen kleinteilige Natursteinverkleidungen. Ist das ein nachhaltiger Trend?
Tatsache ist, dass Wandverkleidungen aus spaltrauen Naturstein-Riemchen sowohl im Innen- wie im Aussenbereich gegenwärtig äusserst populär sind. Begründet hat diese Entwicklung der Schweizer Architekt Peter Zumthor mit seiner inzwischen weltberühmten Therme in Vals. Allerdings sind Zumthors Fassaden massiv und nicht einfach aufgeklebt.
Relativ neu sind auch hinterleuchtete Naturstein-Anwendungen. Was war hier der Auslöser?
Transparente Natursteine wie Onyx sind inzwischen sehr beliebt, vor allem in Bars und Restaurants, aber auch in Empfangsräumen von Banken, Hotels und sogar Museen sowie im gehobenen Wohnungsbau. Diese Entwicklung ist durch neue Verarbeitungsmethoden mittels Verstärkung und Resinatur ermöglicht worden. Unsere Firma hat jetzt sogar ein Onyxbett entwickelt! Dessen angenehme Lichtatmosphäre lässt die menschliche Haut sehr erotisch erscheinen. – Sie sehen: Neue und attraktive Entwicklungen sind jederzeit auch mit einem uralten Material möglich.
Was gibt es Neues bei Naturstein für den Garten und den übrigen Aussenbereich?
Ob Schwimmteich oder Swimmingpool, Pergola, Sitzplatz, Grillstelle oder Wintergarten: Naturstein ist immer der richtige Baustein im Garten, ob nun in bruchroher, geflammter oder gestockter Bearbeitung. Relativ neu sind Oberflächen wie sandgestrahlt oder gebürstet. In farblicher Hinsicht sind nebst den klassischen grauen Steinsorten vermehrt mediterrane Farben gefragt. Beige oder rötliche Farbtöne vermögen Farbtupfer in den häuslichen Garten zu zaubern und lassen uns permanent in den Ferien fühlen.
Die Pflege von Natursteinböden ist nicht ganz einfach. Welchen Tipp geben Sie, damit ein Steinboden möglichst lange schön bleibt?
Polierte Marmor- und Kalksteinböden sind zu Beginn etwas heikel in Bezug auf Kratzer oder Flecken. Nach etwa zwei Jahren Gebrauch nehmen sie aber eine schöne Patina an. Diese entsteht durch richtige und zweckmässige Reinigung mit modernen Pflegeprodukten. Dabei wird dem Boden Nährstoff zugeführt wie anno dazumal die berühmte Schmierseife «Mamma Steinfels». Man sehe sich nur alte Baudenkmäler, beispielsweise im südlichen Europa, an: Deren Bodenbeläge sind seit Jahrhunderten schön. Bei sachgemässer Pflege bleiben auch Marmor- oder Kalksteinböden zeitlos attraktiv. Erst recht unverwüstlich sind alle Bodenbeläge aus Hartgesteinen.
Zum Schluss: Welche Zukunft sehen Sie für Naturstein als Baumaterial?
Naturprodukte wie Holz und Naturstein haben immer eine Zukunft. Das war schon in grauer Vorzeit so, als diese die beiden ersten Baumaterialien überhaupt waren; und das wird auch so bleiben. Ich denke, dass Naturstein gerade unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit in den nächsten Jahren an Bedeutung noch stark zulegen kann. Und denken Sie an Stone Henge, an die ägyptische Pyramiden, an die chinesische Mauer, an die Akropolis in Athen oder an das Kolosseum in Rom: Nur Naturstein überdauert Jahrtausende und überlebt jede Kultur!
Nach wie vor hat Naturstein das Image eines teuren Materials.
Völlig zu Unrecht! Ich kann das anhand unserer Unternehmensstatistik klar belegen. Seit 1984 sind unsere Natursteinpreise um durchschnittlich 20 Prozent gesunken, dies obwohl sich die Löhne in dieser Zeit verdoppelt haben. Günstige Importe aus der Dritten Welt haben zur Folge, dass Naturstein im Aussenbereich teilweise sogar Betonverbundsteine verdrängt haben. Auch im Innenbereich sind fertig verlegte Natursteinböden heute bereits ab 100 Franken je Quadratmeter zu haben. Damit konkurriert Naturstein problemlos mit anderen Materialien wie Parkett, Keramik, Feinsteinzeug oder textilen Bodenbelägen. Wobei Stein bezüglich Werthaltigkeit, Individualität, Langlebigkeit und Pflegeleichtigkeit erst noch besonders gut abschneidet. Auch bei Küchenabdeckungen sind die günstigsten Granite sehr konkurrenzfähig. Aber Sie haben recht: Leider spukt das Wort «teuer» für Naturstein noch in manchen Köpfen herum. Der Grund dafür ist wohl, dass Marmor früher als besonders exklusiv, als ein Produkt für die «oberen Zehntausend», galt.
Das Interview als PDF Interview mit Emilio Stecher
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Liegt Naturstein im Trend?
| Interview mit EMILIO STECHER - Fragen und Antworten
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Der Trend zurück zu natürlichen Baustoffen ist ungebrochen. Generell gibt es in ästhetischer und werterhaltender Hinsicht kaum Alternativen zu Naturstein. Über 1000 verschiedene Materialien sind europaweit im Handel. Farblich können heute alle Wünsche abgedeckt werden. Naturstein bietet dank seinen verschiedenen Oberflächenbearbeitungen zudem sehr viele Möglichkeiten in gestalterischer Freiheit. Ausserdem kann ein Hartgestein wie Granit, Gneis oder Quarzit zum Beispiel im Innern des Hauses hochglanzpoliert oder fein geschliffen verlegt werden. Im Aussenbereich ist er geflammt, gebürstet, sandgestrahlt oder diamantgesägt einsetzbar. Diese typischen Aussenbearbeitungen sprechen für eine hohe Gleitsicherheit. Trotzdem ist die Harmonie zum Innenbereich vorhanden, da Naturstein in jeder Bearbeitung reizvoll ist und sehr gut aussieht. Bei Küchenabdeckungen hat Hartgestein den um 60% Marktanteil erobert. Naturstein hat sich als beste Abdeckung durchgesetzt. Die Auswahl der Farben und Strukturen ist einmalig. In Kombination mit Holz, Edelstahl oder Glas wirkt Naturstein harmonisch und lässt bezüglich Gestaltung kaum Wünsche offen. Der weitblickende Bauherr setzt Naturstein innen und aussen ein: Naturstein ist werterhaltend, ja sogar wertsteigernd. Naturstein ist absolut zeitlos. Im Vergleich zu Keramik oder Feinsteinzeug mit seinen verschieden farblichen Modetrends und Bränden sieht man niemals in welchem Jahr das Objekt erstellt oder umgebaut wurde. Verlegt als Boden- oder Wandbelag im Wohnzimmer, Bad, in der Dusche oder Küche oder gar als Fassadenverkleidung wirkt Naturstein absolut einmalig und jeder Bau ist ein Unikat. Naturstein wird mit den Jahren zudem schöner und erreicht durch seine natürliche Patina Kultstatus. Ferien zu Hause sind wieder im Trend. Man schätzt die eigenen vier Wände wie auch seinen Garten- oder Wintergarten. Früher wurden Küche und Bad oft gefangen ausgeführt. In diesen Räumen hält man sich aber am längsten auf. Deshalb werden diese heute als klassische Wohnräume konzipiert. Das Bad ist meist genügend gross und oft auch mit Wellness-Landschaften ausgestattet. Die Küche wird als Wohn-Essküche gestaltet oder oft offen mit dem Wohnzimmer verbunden. Kochinseln mit dazugehörenden Barblättern sind trendig und ermöglichen der ganzen Familie, sich in der Küche aufzuhalten. So verhält man sich auch im Garten: Der Klimawandel lockt zu vielen Grillpartys, ein Swimmingpool erfreut Kinder-und Erwachsenenherzen; die damit verbundene Gartengestaltung mit Natursteinen und schönen natürlichen Pflanzen lässt Ferienstimmung aufkommen. Terror- und Flugangst, Reisestress mit Unfallgefährdung und teure Reisespesen sind oft die Gründe, dass heute wieder Ferien zu Hause verbracht werden. Ein traumhafter Garten mit schön gestalteten Natursteinen sorgt für mehr Lebensqualität. Natur pur, es gibt keine besseren Alternativen.
Naturstein hat das Image teuer zu sein. Ist Naturstein nur für „reiche“ Bauherren?
Die Preise von Natursteinen sind in den letzten 20 Jahren, gegenüber allen anderen Baustoffen, am stärksten gefallen. Ein fertig eingebauter Natursteinbelag kostet heute im Durchschnitt 20% bis 30% weniger als noch vor zwei Jahrzehnten. Die Löhne haben sich in dieser Zeit aber nahezu verdoppelt. Somit ist die Kaufkraft für Naturstein überproporzional gestiegen und deshalb auch für die Mittelschicht erschwinglich. Die günstigsten Natursteine als Bodenbeläge, wie beispielsweise die beliebten brasilianischen Schiefersorten, sind schon ab 100.- Franken fertig verlegt zu haben. Naturstein ist preislich eine echte Alternative zu andern Bodenbelägen; oft sogar günstiger als diese. Wenn man den Zeitfaktor hinzu rechnet, ist Naturstein gar der günstigste Baustoff, da ein Natursteinbelag über Generationen hinweg niemals ersetzt werden muss. Wieso sollte ich mich für Naturstein anstatt einem Parkett oder Spannteppich entscheiden? Stein ist doch kalt – fehlt da nicht ein wohnliches, kuscheliges Wärmegefühl? Dank dem Einsatz von Bodenheizungen ist Naturstein der beste Wärmeleiter und Wärmespeicher. Parkett oder Teppiche sind Isolatoren und treiben die Oelrechnung in die Höhe. Zudem gibt der Naturstein die Wärme sofort an die Wohnräume ab und das stundenlange Vorheizen entfällt. Man kann also im Frühling oder Herbst flexibel heizen. Die angenehm kühlen Natursteinbeläge vermitteln auch im Hochsommer eine behagliche Atmosphäre. Naturstein als Bodenbelag ist selbst in dieser Hinsicht den anderen Belagsmaterialien überlegen.
Als Laie kennt man für Naturstein Namen wie Kalkstein, Granit, Marmor usw.. Wie finde ich als Bauherr zum richtigen Material für mein Bauprojekt? Es gibt keine Alternativen für eine fundierte Beratung. Damit der richtige Stein am richtigen Ort eingesetzt wird, ist es für jeden Bauherrn zwingend, sich umfassend über Natursteine beraten zu lassen. Hier ist die EMILIO STECHER AG gefragt: Die kompetenten Berater bringen in der modernen Ausstellung im luzernischen Root die Vorzüge und Philosophie des Natursteins näher.
Wir stellen fest, dass eine gewisse Angst vor der Reinigung und Pflege vorhanden ist: das Beispiel vom Weinfleck auf dem Tischblatt, der sich nicht mehr entfernen lässt. Gibt es heute geeignete Reinigungs- und Pflegeprodukte für Natursteine? Früher wurden meist nur Marmor und Kalkstein verwendet, welche nicht säureresistent sind. Der Markt bietet heute aber mit den sogenannten Hartgesteinen wie Granit, Gneis, Quarzit usw. hunderte schöner Alternativen, welche säureresistent und fleckenunempfindlich sind. Diese Materialien werden ja auch für Küchenabdeckungen eingesetzt. Zusätzlich sind geeignete Pflegeprodukte für andere Natursteine erhältlich. Fragen Sie unsere Fachleute, wir beraten Sie gerne. In der Mode gibt es jedes Jahr bestimmte Farbtrends. Existiert so etwas auch bei der Wahl von Naturstein? Dies verhält sich ähnlich. Momentan ist dunkelgrün und rot OUT. Schwarze, graue und weisse Farbtöne sind IN. Und beige wird ebenfalls wieder stark nachgefragt.
Ist Naturstein auch für den Umbau geeignet oder ergeben sich dort zusätzliche bauliche Schwierigkeiten? Die Natursteinindustrie hat dank der Entwicklung der 10 mm starken Platten Marktanteile gewonnen. Heute kann ein Teppich herausgerissen und der Unterlagsboden abgestrippert werden. Anschliessend wird der Natursteinboden verlegt. Dies war vor 20 Jahren, ohne grössere bauliche Massnahmen, undenkbar. Früher erfüllte nur Keramik diese Anforderung für dünne Platten. Oft werden heute Natursteine auf Keramik- oder Tonplatten draufgeklebt. Dies ist mit einer Quarzbrücke oder einem speziellen Kleber problemlos machbar. Das teure Herausspitzen des alten Belages entfällt. Die 10 mm Platten sind zudem kalibriert. Sie weisen keine Dickentoleranzen auf und können einwandfrei versetzt werden. 80% der gängigen Materialien sind in 10 mm Stärke auf dem Markt.
Reden wir über die Küche. Gibt es bestimmte Voraussetzungen an die Wahl von Küchenmöbeln, -Geräten usw. die zu beachten sind, wenn man zum Beispiel mit einer schönen Granitabdeckung liebäugelt? Nein, es gibt überhaupt keine Einschränkungen. Im Gegenteil, dank der Farbenvielfalt ist Naturstein in allen Kombinationen die beste Alternative. Auf was ist im Badezimmer besonders zu achten, wenn Abdeckungen, Wände und Böden in Naturstein realisiert werden sollen? Ich erwähne nochmals die fachmännische Beratung im Natursteinwerk EMILIO STECHER AG. Selbstverständlich ist es möglich Weich-und Hartgesteine zu kombinieren: Zum Beispiel alle horizontalen Flächen in einem dunklen Hartgestein und alle vertikalen Flächen in einem hellen Marmor - oder umgekehrt - zu verlegen. Es ist wichtig, dass die Duschtasse mit gleitsicherer Oberfläche ausgeführt wird.
Vom Innern des Hauses nach draussen. Vielleicht zuerst zum Garagenvorplatz oder Gartensitzplatz? Wann wähle ich Pflastersteine, gerade Bodenplatten oder gar mosaikartige Platten? Es ist immer alles eine Frage des persönlichen Geschmacks. Selbstverständlich sind befahrene und unbefahrene Flächen zu unterscheiden. Der Unterbau muss entsprechend ausgeführt und das Plattenmaterial gewählt werden. Bei befahrenen Flächen sind Pflastersteine ideal. Grössere Plattenformate stellen besondere Ansprüche an Mindestdicke und Mörtelwahl. Bei Terrassen oder Gartensitzplätzen können auch dünnere Platten verlegt werden, also ab 15 mm Steinstärke. Stand der Technik ist dabei das Verlegen in Splitt oder Splittmörtel. Nur lose in Splitt können Bahnen- oder Fixformate stumpf gestossen werden. Dabei sollte die Steinstärke aber mindestens 30 mm betragen. Dünnere Platten müssen vermörtelt werden, da diese durch das geringere Eigengewicht sonst zu wackeln beginnen. Die Fugen können dabei offen gelassen oder ausgefugt werden. Sehr wichtig ist zu beachten, dass das Gefälle unter dem Plattenbelag mindestens 2% beträgt, damit das Regenwasser gut ablaufen kann. Auch die Abläufe sind richtig zu dimensionieren. Zudem ist zu beachten, dass eine Dampfsperre zwischen beregneten und nicht beregneten Flächen eingebaut wird. Das richtige Gefälle wie auch die Dampfsperre verhindern Fleckenbildung und sorgen für ein gleichmässiges Abtrocknen des Belages ohne Grünspanbildung. Wichtig für die optimalste Lösung ist immer die gute Zusammenarbeit zwischen Bauherren, Natursteinunternehmer, Gartenbauer, Flachdachbauer und Architekten.
Ist ein Mosaik-Bodenbelag überhaupt noch bezahlbar?
Mosaikplatten in Naturstein sind in der Anschaffung preiswert, jedoch beim Verlegen teurer. Der Mischpreis (Durchschnittspreis pro m2) ist aber sehr vernünftig und konkurrenzfähig. In ästhetischer Hinsicht ist ein Mosaikbelag unschlagbar und deshalb sehr beliebt. Was muss beim Wintergarten besonders beachtet werden? Es gibt keine Einschränkungen. Die Materialwahl ist eine Frage des persönlichen Geschmackes. Unbedingt zu beachten ist, ob der Wintergarten direkten Zugang zum Garten hat und deshalb ein kratzunempfindliches Material verwendet werden sollte. Wenn der Aussenbereich mit dem Innenbereich kombiniert wird, ist ein Material zu wählen, welches harmoniert. Der Wintergarten ist zudem immer gegen Feuchtigkeit (Dampfsperren) abzudichten.
Was kann im Garten alles mit Naturstein realisiert werden?
Der Anwendung sind keine Grenzen gesetzt. Man sollte sich wiederum fachgerecht beraten lassen. Im Gartenbereich könnten allenfalls Landschafts-Gartenarchitekt oder Gartenbauer beigezogen werden. Es gibt heute Gestaltungssteine, Mauersteine, Pergolapfosten, Stellriemen, Pflastersteine, Bodenplatten in allen Formaten und Farben, Mosaikplatten, Verblender, Poller, Geländerpfosten usw.
Wie gross ist die Rutschgefahr auf nassem Naturstein?
Bei beregneten Flächen ist unbedingt eine raue, gleitsichere Oberfläche zu wählen (z.B. gestockt, gebürstet, stahlsandgesägt oder sandgestrahlt). Geschliffene und polierte Oberflächen sind gefährlich und nicht geeignet. Es gibt leider immer wieder Bauherren die trotzdem polierte oder geschliffene Oberflächen im Aussenbereich einsetzen. Bei Unfällen durch Ausrutschen entstehen dann immer wieder leidige und unnötige Haftungsstreitfälle. Kann der Garagenvorplatz im Winter mit Streusalz «enteist» werden, ohne dass der Stein beschädigt wird?
Streusalz kann auf allen Hartgesteinen bedenkenlos eingesetzt werden. Auf Sandsteinen, Kalksteinen oder Marmoren, welche zum Teil auch frostsicher sind, ist der Einsatz von Salz verboten. Zudem sollte mit Salz sparsam umgegangen werden auch in Bezug den Garten und die Umwelt. Ebenfalls zu beachten ist, dass das Streusalz nicht ins Haus getragen wird. Wie ist die Entwicklung von Naturstein im Bauwesen langfristig?
Naturstein wird seinen Siegeszug fortsetzen. Zurück zur Natur und damit zu natürlichen Baustoffen ist nicht nur ein kurzfristiger Modegag, sondern eine logische Konsequenz eines neuen Lebenstils. Mit mehr Umweltbewusstsein wird der Einsatz natürlicher Baustoffe etwas Alltägliches. Das einzige Problem ist nur noch, die Konsumenten zu überzeugen, dass Naturstein nicht teuer ist. Hier muss gezielte Aufklärungsarbeit geleistet werden. Leider fehlen bei Natursteinproduzenten oft die Mittel, um zeitgemässes Marketing zu betreiben.
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